PRESSEMITTEILUNG Mittwoch, den 07.01.2026
Heilpraktiker weisen pauschale Diffamierung zurück und fordern faire Berichterstattung
Das neue empirische Gutachten zum Heilpraktikerwesen bestätigt, dass gut ausgebildete und verantwortungsvoll arbeitende Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker ein fester Bestandteil der ambulanten Gesundheitsversorgung in Deutschland sind. Die Ergebnisse basieren auf einer umfassenden, datenbasierten Analyse im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit.
Umso unverständlicher ist die ZDF Sendung von Jan Böhmermann vom 19. Dezember, die den Heilpraktikerberuf pauschal und verzerrt darstellt. Statt sachlicher Kritik wird ein Berufsstand öffentlich diffamiert und als Risiko gebrandmarkt. Das betrifft nicht nur die Heilpraktiker selbst, sondern auch die Patientinnen und Patienten, die sich bewusst für diese Form der Versorgung entscheiden.
Erfahrungen aus der Homöopathie Debatte zeigen, dass solche medialen Angriffe politischen Druck erzeugen können, wenn sie unwidersprochen bleiben. Deshalb rufen Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker dazu auf, Programmbeschwerden beim zuständigen ZDF Fernsehrat einzureichen. Der Fernsehrat befasst sich am 13. März mit entsprechenden Eingaben.
Eine kritische Auseinandersetzung ist legitim. Pauschale Diffamierung nicht. Heilpraktiker fordern eine faire, ausgewogene Berichterstattung und eine sachliche öffentliche Debatte.
Informationen zur Programmbeschwerde beim ZDF Fernsehrat finden sich unter
https://www.zdf.de/unternehmen/organisation/gremien/fernsehrat/eingaben-100.html
PRESSEMITTEILUNG Mittwoch, den 17.12.2025
Homöopathie sachlich bewerten. Wahlfreiheit und Patientensicherheit erhalten
Angesichts der aktuellen Diskussion um ein mögliches Verbot der Kostenerstattung homöopathischer Leistungen durch Krankenkassen sehen wir uns veranlasst, öffentlich Stellung zu beziehen. Ein Verbot hätte negative Auswirkungen auf die Herstellung homöopathischer Arzneimittel, würde unser therapeutisches Spektrum einschränken und trüge zu einer pauschalen Diskreditierung der Homöopathie bei. Davon wären vor allem unsere Patientinnen und Patienten betroffen.
Homöopathie ist ein seit Jahrzehnten angewandtes Therapieverfahren. Sie darf nicht pauschal als unwissenschaftlich oder als Risiko für Patientinnen und Patienten dargestellt werden. In der heilpraktischen Versorgung ist sie eingebettet in strukturierte Anamnesen, diagnostische Abklärungen und klare therapeutische Abgrenzungen. Sie ersetzt keine notwendige medizinische Behandlung, sondern stellt für viele Menschen eine ergänzende und bewusste Wahl dar.
Im Hinblick auf die Patientensicherheit ist festzuhalten, dass homöopathische Arzneimittel als gut verträglich gelten und keine relevanten arzneimittelbedingten Risiken verursachen. Gerade in einer Versorgungssituation, die zunehmend von Multimedikation und Nebenwirkungen geprägt ist, stellt dies für viele Patientinnen und Patienten einen wichtigen Aspekt dar.
In der öffentlichen Debatte wird häufig der Eindruck erweckt, homöopathische Leistungen stellten eine relevante finanzielle Belastung für die gesetzliche Krankenversicherung dar. Tatsächlich bewegen sich diese Ausgaben im sehr niedrigen Promillebereich der Gesamtausgaben. Behandlungen durch Heilpraktiker erfolgen grundsätzlich außerhalb der gesetzlichen Krankenversicherung und werden entweder privat oder als Selbstzahlerleistung in Anspruch genommen.
Von freiwilligen Erstattungen einzelner Krankenkassen oder Versicherer profitieren insbesondere junge Familien, ältere Menschen sowie Patientinnen und Patienten mit chronischen Beschwerden. Für diese Gruppen bedeutet die Erstattung Wahlfreiheit und soziale Ausgewogenheit.
Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker sind Teil der Versorgungslandschaft in Deutschland und Europa. Wir setzen uns für unsere Kolleginnen und Kollegen der europäischen Verbände ebenso ein wie für die Patientinnen und Patienten, die ergänzende therapeutische Angebote bewusst nutzen. Eine pauschale Ausgrenzung der Homöopathie würde weder zu nennenswerten Einsparungen noch zu einer Lösung struktureller Herausforderungen im Gesundheitswesen führen. Vielmehr bestünde die Gefahr, Vertrauen und Akzeptanz in bestimmten Patientengruppen nachhaltig zu beeinträchtigen.
Wir sprechen uns daher für eine sachliche und differenzierte Auseinandersetzung aus und stehen für einen fachlichen Dialog jederzeit zur Verfügung. Unser Anliegen ist es, Wahlfreiheit, Patientensicherheit und eine pluralistische Versorgungslandschaft zu erhalten.
PRESSEMITTEILUNG Montag, den 15.12.2025
Das vom Bundesministerium für Gesundheit beauftragte empirische Gutachten zum Heilpraktikerwesen liefert erstmals eine bundesweit belastbare und differenzierte Datenbasis zur beruflichen Realität von Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern sowie zu den sektoralen Heilpraktikererlaubnissen. Positiv hervorzuheben ist insbesondere die umfassende Analyse von Ausbildung, Berufsausübung, Patientensicherheit und Einbindung in das Gesundheitssystem auf Grundlage repräsentativer Erhebungen.
Das Gutachten zeigt, dass die Zahl berufsbezogener straf und zivilrechtlicher Verfahren insgesamt gering ist und dass viele Angehörige der Berufsgruppen verantwortungsbewusst handeln, Fortbildungen wahrnehmen und Patientinnen und Patienten bei Bedarf an andere Leistungserbringer verweisen. Zudem macht die Untersuchung transparent, in welchen Bereichen die sektoralen Heilpraktikererlaubnisse zur Entlastung von Versorgungsstrukturen beitragen können.
Besonders wertvoll ist der sachliche, datenbasierte Ansatz des Gutachtens, das auf pauschale Bewertungen verzichtet und stattdessen eine fundierte Grundlage für eine konstruktive Weiterentwicklung des rechtlichen Rahmens schafft. Damit leistet das Gutachten einen wichtigen Beitrag zur Versachlichung der Debatte und eröffnet Chancen für eine qualitätsorientierte und patientensichere Weiterentwicklung der beruflichen Praxis.
PRESSEMITTEILUNG Donnerstag, den 11.09.2025
28. Gesamtkonferenz Deutscher Heilpraktikerverbände in Kassel – Heilpraktikerschaft zeigt Stärke und Einigkeit
Kassel, 27. August 2025 – Unter dem Motto „Raus aus der Defensive“ trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der Deutschen Heilpraktikerverbände und Fachgesellschaften zur 28. Gesamtkonferenz in Kassel. Rund 50 Teilnehmende diskutierten über aktuelle Herausforderungen, Chancen und die Zukunft der Heilpraktikerschaft in Deutschland.
Im Mittelpunkt stand die Frage nach dem Markenkern des Berufsstands: Was macht Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker unverzichtbar. Die Antwort ist klar. Mit rund 47.000 praktizierenden Kolleginnen und Kollegen, Millionen Behandlungen jährlich und hoher Patientenzufriedenheit tragen Heilpraktiker erheblich zur Entlastung des Gesundheitssystems bei. Qualität und Patientenschutz sind durch Gesetze und verbandliche Standards gesichert.
Die Teilnehmenden betonten die Rolle der Heilpraktikerschaft als wichtige Ressource – in der wohnortnahen Versorgung, im Katastrophenschutz sowie in der Begleitung von Menschen mit psychischen Belastungen. Neue Ideen wie Leuchtturmpraxen oder Kooperationen mit Ärztinnen und Ärzten in unterversorgten Regionen zeigen die Bereitschaft, aktiv Lösungen mitzugestalten.
Die Konferenz machte deutlich: Die Heilpraktikerschaft steht geschlossen, verantwortungsbewusst und zukunftsorientiert. „Zusammenkommen ist ein Beginn. Zusammenbleiben ist ein Fortschritt. Zusammenarbeiten ist ein Erfolg“, dieses Zitat von Henry Ford prägte den Abschluss des Tages und unterstreicht die gemeinsame Haltung.
PRESSEMITTEILUNG Montag, den 25.08.2025
Patientensicherheit sichern – Qualifikation statt Berufsverbote
Duisburg, 25.08.2025– In der aktuellen politischen Debatte um ästhetische Injektionen mit Hyaluron oder Botulinumtoxin warnt der Europäische Verband für Naturheilkunde (EVfN) vor pauschalen Berufsverboten für Heilpraktikerinnen und Heilpraktiker. Stattdessen fordert der Verband klare Qualifikationsstandards, die für alle Behandlerinnen und Behandler gleichermaßen gelten.
„Patientensicherheit hat für uns oberste Priorität. Entscheidend ist nicht der Berufsstand, sondern die nachweisbare Qualifikation und die Einhaltung höchster Standards“, betont der EVfN-Vorstand.
Der Verband schlägt folgende Maßnahmen vor:
-
Verbindliche Zusatzqualifikationen: Nur wer eine fundierte Fortbildung in Anatomie, Hygiene, Notfallmanagement und Recht nachweisen kann, soll ästhetische Injektionen anbieten dürfen.
-
Patientenaufklärung und Dokumentation: Standardisierte Aufklärungsbögen und schriftliche Einverständniserklärungen sollen verpflichtend sein.
-
Selbstverpflichtung des Berufsstands: Der EVfN etabliert eine Charta, die die Einhaltung des Heilmittelwerbegesetzes, die Durchführung nur mit dokumentierter Fachqualifikation und den Vorrang der Patientensicherheit garantiert.
-
Abgrenzung von illegalen Anbietern: Illegale Behandlungen durch Kosmetikerinnen oder Social-Media-Anbieter müssen konsequent verfolgt werden. Hierzu plant der Verband die Einrichtung einer Meldestelle für Verstöße.
„Wir stehen für einen konstruktiven Dialog mit Politik, Behörden und Fachgesellschaften bereit“, so der EVfN. „Das Ziel muss sein, Patientensicherheit und Wahlfreiheit gleichermaßen zu gewährleisten – durch Qualifikationsnachweise, nicht durch pauschale Verbote.“
Pressekontakt:
Europäischer Verband für Naturheilkunde (EVfN)
PRESSEMELDUNG
Neue Fachausbildung in Psychoonkologie 2025: Professionelle Begleitung für Krebspatienten und Angehörige
– Krebserkrankungen sind nicht nur eine körperliche Herausforderung, sondern auch eine immense psychische und soziale Belastung – für die Betroffenen ebenso wie für ihre Familien. Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften, die Krebspatient:innen in dieser schwierigen Lebensphase professionell begleiten, steigt stetig. Mit der neuen Fachausbildung in Psychoonkologie 2025 erhalten Interessierte nun die Möglichkeit, fundiertes Wissen und praxisnahe Methoden zu erlernen, um eine ganzheitliche Unterstützung anzubieten.
Flexibel, praxisnah und fundiert
Das Programm vermittelt nicht nur theoretisches Fachwissen, sondern setzt auch auf praxisorientierte Übungen, Fallbesprechungen und Reflexion. Die Teilnehmer:innen profitieren von einem flexiblen Lernkonzept mit Online-Teilnahme und Zugang zu Videoaufzeichnungen, sodass die Weiterbildung problemlos berufsbegleitend absolviert werden kann.
PRESSEMELDUNG
Erweitertes Fortbildungsangebot: Ganzheitliche Medizin im Fokus
Ganzheitliche Heilmethoden wie die Kneipp-Therapie, Phytotherapie, Neuraltherapie nach Huneke, Akupunktur, Ausleitungsverfahren und Chiropraktik haben einen festen Platz in der modernen Naturheilkunde. Sie ergänzen die klassische Schulmedizin und fördern die Selbstheilungskräfte des Körpers. Um dieses wertvolle Wissen für die Zukunft zu bewahren, erweitert unser Institut sein Fortbildungsangebot und setzt verstärkt auf eine fundierte und praxisnahe Ausbildung angehender Heilpraktiker.
In diesem Zusammenhang freuen wir uns, eine Reihe neuer spannender Fortbildungen anbieten zu können. Dazu gehören unter anderem:
- Ästhetische Akupunktur
- Integrative Autismustherapie
- Psychoonkologie
- Analytische Kunsttherapie
- Integrative Lerntherapie
Mit diesem erweiterten Angebot möchten wir sicherstellen, dass Heilpraktiker auch in Zukunft eine bedeutende Rolle in der Gesundheitsversorgung spielen. Die neuen Fortbildungen sind ab sofort buchbar.
Für weitere Informationen und Anmeldungen besuchen Sie bitte unsere Website oder kontaktieren Sie uns direkt.
PRESSEMELDUNG
Intensivkurs Heilpraktiker*in für Psychotherapie: Jetzt durchstarten!
Gezielte Vorbereitung auf die amtsärztliche Überprüfung – Start am 10. Juni 2025
Menschen auf ihrem psychischen Heilungsweg begleiten – ein Beruf mit Zukunft und Sinn. Der Intensivkurs Heilpraktiker*in für Psychotherapie bietet eine praxisnahe und fundierte Vorbereitung auf die Überprüfung durch das Gesundheitsamt.
Der Kurs richtet sich an alle, die als Heilpraktiker*in für Psychotherapie tätig werden oder ihre Kenntnisse in Psychologie und Beratung vertiefen möchten. Neben einer umfassenden Prüfungsvorbereitung profitieren die Teilnehmenden von praxisnahen Fallbeispielen, intensiven Übungen und fundierter Gesetzeskunde.
Kursdetails:
Wann? Zweimal wöchentlich – dienstags und freitags, 18:30 – 21:15 Uhr
Zeitraum: 10. Juni – 26. September 2025
Kosten: Mitglieder EVN: 950 € | Externe: 1.100 €
Weitere Informationen und Anmeldung unter: www.euro-naturheilkunde.de
Für Fragen stehen wir auch per WhatsApp unter 0152 55171813 zur Verfügung.
