Heilpraktiker werden. Was wirklich zählt.

Fast fünf Jahrzehnte Erfahrung. Eine klare Haltung. Ein Ziel: Menschen auf ihrem Weg in einen erfüllenden Heilpraktikerberuf zu begleiten.
Das Wichtigste in einer Minute
Für Leserinnen und Leser, die sich zunächst einen schnellen Überblick verschaffen möchten.
- Empathie ist wichtiger als eine medizinische Vorbildung
- Ein beruflicher Neuanfang ist in jedem Lebensalter möglich.
- Die Überprüfung ist Voraussetzung, aber nicht das eigentliche Ziel.
- Naturheilkunde und praktische Fähigkeiten gehören von Anfang an in die Ausbildung.
- Onlineunterricht ist eine sinnvolle Ergänzung, ersetzt aber nicht die praktische Anleitung.
- Eine gute Schule bereitet auf den Beruf und nicht nur auf die Überprüfung vor.
Die zwölf Fragen
- Der Umweg, der alles veränderte
- Was gute Heilpraktiker auszeichnet
- Warum die Überprüfung erst der Anfang ist
- Warum der Beruf heute gefragter denn je ist
- Für wen sich der Beruf eignet
- Warum Vorkenntnisse nicht entscheidend sind
- Ein neuer Anfang kennt kein Alter
- Wie sich Ausbildung und Alltag verbinden lassen
- Warum Qualität Zeit braucht
- Präsenzunterricht oder Onlineausbildung?
- Praxis von Anfang an
- Woran man eine gute Heilpraktikerschule erkennt
Was wirklich zählt, wenn man Heilpraktiker werden möchte
Seit fast fünf Jahrzehnten begleitet Heinz Wesner Menschen auf ihrem Weg in den Heilpraktikerberuf. In drei persönlichen Gesprächen erzählt er, warum ein Umweg zur besten Entscheidung seines Lebens wurde, was gute Heilpraktiker auszeichnet und weshalb eine bestandene Überprüfung erst der Anfang ist.
Herr Wesner, Sie bilden seit fast fünfzig Jahren Heilpraktiker aus. Warum haben Sie sich damals für diesen Beruf entschieden?
Medizin hat mich schon während meiner Schulzeit fasziniert. Eigentlich wollte ich Medizin studieren, erhielt aber wegen des Numerus clausus keinen Studienplatz.
Was damals wie eine Enttäuschung wirkte, wurde zum entscheidenden Wendepunkt meines Lebens. Ich wurde Heilpraktiker, konnte Menschen helfen und später viele Kolleginnen und Kollegen auf ihrem beruflichen Weg begleiten.
Mich hat immer eine Medizin interessiert, die über den Tellerrand hinausblickt und den Menschen als Ganzes in den Mittelpunkt stellt.
„Aus einer Enttäuschung wurde eine der besten Entscheidungen meines Lebens.“
Was unterscheidet einen guten Heilpraktiker von einem durchschnittlichen?
Gute Heilpraktiker üben ihren Beruf mit Freude aus und möchten Menschen wirklich helfen. Der Blick in die Augen eines Patienten, dem man helfen konnte, ist mehr wert als ein gut gefülltes Bankkonto. Neben fundiertem medizinischem Wissen braucht es vor allem Empathie. Naturheilkunde verstehe ich als Komplementärmedizin.
Langfristig erfolgreich sind diejenigen, die das Wohl des Patienten in den Mittelpunkt stellen und nicht den persönlichen wirtschaftlichen Vorteil.
„Der Erfolg einer Praxis beginnt nicht mit einer perfekten Therapie, sondern mit einer ehrlichen Haltung.“
Nein. Die Überprüfung ist die gesetzliche Voraussetzung für den Beruf, aber nicht das eigentliche Ziel. In der Praxis lebt ein Heilpraktiker nicht von Prüfungswissen, sondern von verantwortungsvoll angewandter Naturheilkunde.
Deshalb gehören naturheilkundliche Therapieverfahren bei uns von Anfang an zum regulären Unterricht. Therapeutische Fähigkeiten sollten nicht erst später in zahlreichen zusätzlichen Fortbildungen erworben werden müssen.
Ein Pilot erhält seine Lizenz schließlich auch erst, wenn er fliegen kann. Genauso sollte ein Heilpraktiker nach bestandener Überprüfung bereits über das notwendige therapeutische Handwerkszeug verfügen, um verantwortungsvoll zu behandeln und eine eigene Praxis aufzubauen.
„Die Überprüfung öffnet die Tür. Entscheidend ist, was man danach für seine Patienten leisten kann."
IST DER HEILPRAKTIKERBERUF NOCH ZEITGEMÄSS?
Der Heilpraktikerberuf hat eine lange Tradition. Warum ist er gerade heute für viele Menschen besonders interessant?
Der Heilpraktikerberuf ist heute gefragter denn je. Gerade viele der seit Jahrhunderten bewährten Heilverfahren werden von Patientinnen und Patienten wieder verstärkt gesucht.
Immer mehr Menschen wünschen sich eine Medizin, die sie nicht nur auf einzelne Beschwerden reduziert, sondern sie in ihrer Gesamtheit wahrnimmt. Sie suchen nach individuellen Behandlungsmöglichkeiten und möchten bei gesundheitlichen Entscheidungen stärker einbezogen werden.
Der Heilpraktikerberuf verbindet traditionelles naturheilkundliches Wissen mit modernen medizinischen Erkenntnissen. Gerade diese Verbindung macht ihn zu einem zeitgemäßen und zukunftsorientierten Gesundheitsberuf.
„Je moderner unsere Medizin wird, desto größer wird bei vielen Menschen der Wunsch nach einer persönlichen und ganzheitlichen Behandlung."
Welche persönlichen Voraussetzungen sollte jemand mitbringen, der Heilpraktiker werden möchte?
Die wichtigste Grundvoraussetzung ist die Bereitschaft, sich anderen Menschen empathisch zuzuwenden. Medizinische Kenntnisse und therapeutische Fähigkeiten können wir vermitteln. Die notwendige Empathie muss jeder selbst mitbringen.
Ein Heilpraktiker muss zuhören können, Interesse am Menschen haben und bereit sein, Verantwortung zu übernehmen. Dazu gehört auch, die Sorgen und Bedürfnisse eines Patienten ernst zu nehmen und ihm mit Respekt zu begegnen.
Wer Freude daran hat, Menschen zu begleiten, Zusammenhänge zu erkennen und sich kontinuierlich weiterzuentwickeln, bringt sehr gute Voraussetzungen für diesen Beruf mit.
„Medizinisches Wissen kann man lernen. Echtes Interesse am Menschen und Empathie lassen sich nicht verordnen."
Viele Interessenten befürchten, dass ihnen medizinische Vorkenntnisse fehlen. Ist diese Sorge berechtigt?
Auf gar keinen Fall. Etwa die Hälfte unserer erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen kommt ursprünglich nicht aus einem medizinischen Beruf.
Unsere Wissensvermittlung ist bewusst so aufgebaut, dass wir Menschen mit unterschiedlichen beruflichen und schulischen Voraussetzungen abholen. Die medizinischen Grundlagen werden verständlich, systematisch und Schritt für Schritt vermittelt.
Entscheidend ist nicht, was jemand zu Beginn der Ausbildung bereits weiß. Entscheidend sind die Bereitschaft zu lernen, das Interesse an medizinischen Zusammenhängen und der Wille, das erworbene Wissen verantwortungsvoll anzuwenden.
Seit vielen Jahrzehnten gelingt es uns, Menschen ohne medizinische Vorbildung erfolgreich auf ihrem Weg in die Medizin und in den Heilpraktikerberuf zu begleiten.
„Nicht die Vorbildung entscheidet über den Erfolg, sondern die Bereitschaft, sich auf einen neuen beruflichen Weg einzulassen."
KANN MAN AUCH SPÄTER NOCH EINMAL NEU ANFANGEN?
Herr Wesner: Viele Menschen interessieren sich erst mit 30, 40 oder 50 Jahren für den Heilpraktikerberuf. Ist das ein Nachteil oder möglicherweise sogar eine Stärke?
Menschen entscheiden sich in ganz unterschiedlichen Lebensphasen für den Heilpraktikerberuf. Einige beginnen direkt nach der Schule oder nach einer ersten Ausbildung. Dazu gehören beispielsweise Kinder von Heilpraktikern oder Ärzten, die unsere Vollzeitausbildung als Studium und als ihre erste eigentliche Berufsausbildung betrachten.
Eine zweite große Gruppe kommt zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr zu uns. Darunter sind viele Frauen, deren Kinder inzwischen vormittags die Schule oder den Kindergarten besuchen. Dadurch entsteht erstmals der notwendige Freiraum, eine neue Berufsausbildung zu beginnen und sich eine eigene berufliche Perspektive aufzubauen.
Eine weitere Gruppe ist über 50 Jahre alt. Viele dieser Menschen waren und sind in ihrem bisherigen Beruf erfolgreich. Dennoch möchten sie ihrem weiteren Berufsleben eine größere Sinnhaftigkeit geben und noch einmal etwas tun, das sie persönlich erfüllt.
Gerade bei älteren Teilnehmerinnen und Teilnehmern spielt die Lebenserfahrung eine wichtige Rolle. Sie haben häufig gelernt, zuzuhören, Menschen einzuschätzen und mit schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Das kann im späteren Umgang mit Patienten sehr wertvoll sein.
Deshalb lässt sich nicht allgemein sagen, welches Alter für den Beginn der Ausbildung am besten ist. Entscheidend sind das ernsthafte Interesse an diesem Beruf und die Bereitschaft, sich auf einen neuen Weg einzulassen.
„Für einen erfüllenden beruflichen Neuanfang ist es nicht zu spät. Jede Lebensphase bringt eigene Stärken mit."
PRÄSENZUNTERRICHT ODER ONLINEAUSBILDUNG?
Welche Vorteile bietet persönlicher Unterricht gegenüber einer reinen Onlineausbildung?
Diese Frage wird uns häufig gestellt. Onlineunterricht kann sinnvoll sein, insbesondere bei der Vermittlung medizinischer Grundlagen oder zur Wiederholung bereits behandelter Themen.
Der Heilpraktiker ist jedoch ein praktisch arbeitender Mensch. Deshalb können wir uns nur schwer vorstellen, dass die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten ausschließlich durch eine Onlineausbildung erworben werden können.
Das therapeutische Rüstzeug, mit dem ein Heilpraktiker später in seiner Praxis arbeitet, lässt sich am besten im persönlichen Unterricht erlernen. Die Teilnehmer müssen untersuchen, beobachten, ausprobieren, Rückfragen stellen und unmittelbar von erfahrenen Kolleginnen und Kollegen korrigiert werden können.
Deshalb verbinden wir moderne digitale Möglichkeiten mit dem unverzichtbaren Präsenzunterricht. Onlineangebote können die Ausbildung sinnvoll ergänzen. Sie können die praktische Arbeit am Menschen jedoch nicht ersetzen.
„Medizinisches Wissen lässt sich auch online vermitteln. Sicherheit im Umgang mit Patienten entsteht vor allem durch persönliche Anleitung und praktische Erfahrung."
WANN SOLLTE DIE PRAKTISCHE AUSBILDUNG BEGINNEN?
Wann sollten angehende Heilpraktiker beginnen, praktische und therapeutische Fähigkeiten zu sammeln?
Die Antwort ist ganz klar: so früh wie möglich.
Unsere Schule und die angeschlossenen Lehrpraxen bieten die Möglichkeit, Erlerntes zeitnah praktisch umzusetzen. Die Lehrpläne sind so abgestimmt, dass neben den medizinischen Grundlagen von Anfang an auch naturheilkundliche und therapeutische Fähigkeiten vermittelt werden.
Darüber hinaus empfehlen wir unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern, sich intensiv mit Fachliteratur und unserer Fachzeitschrift CO.med auseinanderzusetzen. Jede Ausgabe enthält mehrere ausführliche Fallbeispiele erfahrener Kolleginnen und Kollegen.
Wer diese Fälle von Beginn der Ausbildung an aufmerksam bearbeitet und mit den Dozenten bespricht, lernt nicht nur einzelne Therapieverfahren kennen. Er entwickelt zunehmend ein Verständnis dafür, wie erfahrene Heilpraktiker denken, diagnostische Zusammenhänge erkennen und Behandlungsentscheidungen treffen.
Bis zum Ende der Ausbildung kann auf diese Weise ein Wissensfundus von mehreren Hundert dokumentierten Behandlungsfällen entstehen. Darauf lässt sich beim späteren Einstieg in die eigene Praxis hervorragend aufbauen.
„Praktische Erfahrung sollte nicht erst nach der Überprüfung beginnen. Sie muss von Anfang an ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung sein."
WORAN ERKENNT MAN EINE GUTE HEILPRAKTIKERSCHULE?
Woran erkennen Interessenten, ob eine Heilpraktikerschule wirklich gut ausbildet und nicht nur gut wirbt?
Eine ansprechende Homepage und eine gute Präsenz bei Google und anderen Suchmaschinen gehören heute selbstverständlich dazu. Entscheidend ist jedoch nicht, wie eine Schule wirbt, sondern was aus ihren Absolventinnen und Absolventen wird.
Ich empfehle Interessenten deshalb, mit ehemaligen Teilnehmern zu sprechen. Fragen Sie, wie sie die Ausbildung erlebt haben, ob sie die Überprüfung bestanden haben und wie ihnen anschließend der Einstieg in den Beruf und in die eigene Praxis gelungen ist.
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal kann auch sein, wie lange eine Schule bereits erfolgreich ausbildet. Traditionsschulen, die seit Jahrzehnten bestehen, verfügen in der Regel über umfangreiche Erfahrungen, gewachsene Strukturen und ein großes Netzwerk ehemaliger Absolventen.
Eine seriöse Schule arbeitet nicht mit wohlklingenden Kunstbegriffen oder unrealistischen Versprechungen. Sie erklärt offen, was die Ausbildung leisten kann, welche Anforderungen der Beruf stellt und welche Unterstützung die Teilnehmer tatsächlich erhalten.
Wir haben unsere Ausbildungsverträge bewusst so gestaltet, dass wir während der regulären Ausbildungszeit mehr Unterricht anbieten können, als wir vertraglich zugesichert haben. Für uns steht nicht die Mindestleistung im Mittelpunkt. Unser Ziel ist es, die Teilnehmer bestmöglich auf die Überprüfung, den Beruf und die spätere Tätigkeit in der eigenen Praxis vorzubereiten.
„Die Qualität einer Heilpraktikerschule zeigt sich nicht in ihren Werbeversprechen, sondern im beruflichen Weg ihrer Absolventinnen und Absolventen."
Ist der Heilpraktikerberuf auch Ihr Weg?
In einem persönlichen und unverbindlichen Beratungsgespräch klären wir gemeinsam, welche Ausbildungsform zu Ihrer Lebenssituation und Ihren beruflichen Zielen passt.
Beratung über WhatsApp: 0152 55171813
Telefon: 0203 544250 · Fachschule für Naturheilkunde Duisburg
