Vom Unterricht in die eigene Praxis. Erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen berichten.

Heilpraktikerin Mona Shakibaie in ihrer Praxis
Im Gespräch mit Heilpraktikerin Mona Shakibaie
Von der Heilpraktikerausbildung in die eigene Praxis
Wie geht es nach der Heilpraktikerausbildung weiter? Wie entsteht eine eigene Praxis und welche Erfahrungen macht man in den ersten Jahren als Heilpraktikerin?
Mona Shakibaie hat ihre Ausbildung an der Fachschule für Naturheilkunde in Duisburg absolviert und im Sommer 2022 ihre eigene Praxis in Mülheim an der Ruhr eröffnet.
Heute arbeitet sie mit unterschiedlichen naturheilkundlichen Verfahren. Zu ihren Schwerpunkten gehören Akupunktur, Neuraltherapie und die Behandlung von Schmerzen. Darüber hinaus setzt sie unter anderem Schröpftherapie, kinesiologische Verfahren, Vitaminkuren und spezielle Labor Diagnostik ein. Ein weiterer Bereich ihrer Praxis ist die ästhetische Medizin.
Im Interview berichtet Mona Shakibaie über ihren Weg zur Heilpraktikerin, ihre Erfahrungen aus dem Praxisalltag, ihre Ausbildung und darüber, was ihr im Umgang mit ihren Patientinnen und Patienten besonders wichtig ist.
Keine Zeit für das ganze Interview? Die wichtigsten Antworten auf einen Blick
Wo arbeitet Mona Shakibaie als Heilpraktikerin?
Mona Shakibaie führt seit 2022 eine eigene Naturheilpraxis in Mülheim an der Ruhr.
Welche Behandlungsschwerpunkte hat sie?
Zu ihren Schwerpunkten gehören Akupunktur, Neuraltherapie und die Behandlung von Schmerzen. Darüber hinaus arbeitet sie mit weiteren naturheilkundlichen Verfahren, Labor-Diagnostik und ästhetischer Medizin.
Was ist ihr im Umgang mit Patienten wichtig?
Zeit, persönliches Zuhören und eine ausführliche und ehrliche Aufklärung. Die Behandlung soll zum einzelnen Patienten und seinem individuellen Beschwerdebild passen.
Welche Rolle spielt Akupunktur in ihrer Praxis?
Akupunktur gehört zu ihren häufig eingesetzten Verfahren, insbesondere bei Migräne und unterschiedlichen Schmerzbildern. Dabei betrachtet sie nicht nur einzelne Symptome, sondern auch mögliche Auslöser und weitere Einflussfaktoren.
Warum arbeitet sie mit verschiedenen Therapieverfahren?
Mona Shakibaie kombiniert gerne unterschiedliche Verfahren miteinander. Dadurch kann sie die Behandlung individuell auf das jeweilige Beschwerdebild abstimmen.
Warum ist Mona Shakibaie Heilpraktikerin geworden?
Medizin und medizinische Zusammenhänge haben sie schon früh interessiert. Geprägt wurde sie außerdem durch ihren Vater, einen Mediziner, der schulmedizinische und alternative Ansätze miteinander verbunden hat.
Wo hat Mona Shakibaie ihre Heilpraktikerausbildung absolviert?
Sie absolvierte ihre Ausbildung an der Fachschule für Naturheilkunde, der Heilpraktiker Schule in Duisburg.
Was hat ihr an der Heilpraktikerausbildung besonders gefallen?
Sie schätzte die Verbindung von Theorie und Praxis, die unterschiedlichen Unterrichtsmöglichkeiten, den Austausch mit anderen Teilnehmern und die persönliche Betreuung. Besonders positiv erinnert sie sich daran, dass die Unterstützung nicht mit dem Abschluss der Ausbildung endete, sondern sie auch bei der Praxisgründung Ansprechpartner hatte.
Was rät sie zukünftigen Heilpraktikerinnen und Heilpraktikern?
Sich nicht mit anderen vergleichen und nicht entmutigen lassen. Jeder bringt andere Voraussetzungen mit und lernt in seinem eigenen Tempo. Wichtig sind kontinuierliches Lernen und die Bereitschaft, das im Unterricht vermittelte Wissen selbstständig zu festigen.
Worauf ist sie heute besonders stolz?
Auf den Aufbau ihrer eigenen Praxis und das Vertrauen ihrer Patienten. Wiederkehrende Patienten, Weiterempfehlungen und positive Rückmeldungen empfindet sie als besondere Bestätigung ihrer Arbeit.
Praxis und Kontakt 
Heilpraktikerin Mona Shakibaie
https://www.monami-fachpraxis.de 
Friedrich-Ebert-Straße 6
45468 Mülheim an der Ruhr
Parkplatz in der Nähe:
Parkplatz an der Delle, 45468 Mülheim an der Ruhr
Behandlungsschwerpunkte: Akupunktur, Neuraltherapie, Schmerzbehandlung, Schröpftherapie, kinesiologische Verfahren, Vitaminkuren, Labor-Diagnostik und ästhetische Medizin.
Die Praxis
Seit wann besteht Ihre Praxis?
Ich habe meine Praxis im Sommer 2022 eröffnet. Mittlerweile besteht sie also seit rund vier Jahren.
Wo befindet sich Ihre Praxis?
Meine Praxis befindet sich in Mülheim an der Ruhr, ganz in der Nähe des Stadtzentrums. Sie ist sowohl zu Fuß als auch mit der Bahn gut erreichbar.
Welche Schwerpunkte haben Sie?
Ich arbeite naturheilkundlich und bewusst recht breit gefächert. Besonders gerne arbeite ich mit Akupunktur und Neuraltherapie, vor allem im Bereich der Schmerzbehandlung.
Je nach Beschwerdebild kommen auch kinesiologische Verfahren, Schröpftherapie und Vitaminkuren zum Einsatz. Seit Kurzem gehört außerdem eine spezielle Labordiagnostik zu meinem Angebot, bei der IgG Antikörper gegen verschiedene Nahrungsmittel bestimmt werden können.
In Zukunft möchte ich mein Angebot noch um die Bestimmung von Hormonspiegeln aus Speichelproben erweitern.
Ein weiterer Bereich ist die ästhetische Medizin. Hier biete ich Unterspritzungen an, zum Beispiel bei Volumenverlust im Gesicht, sowie Behandlungen, die auf eine Straffung durch Anregung der körpereigenen Kollagenproduktion abzielen.
Was ist Ihnen im Umgang mit Ihren Patienten besonders wichtig?
Mir ist ein persönlicher Umgang sehr wichtig. Ich möchte meinen Patienten wirklich zuhören und ihre Anliegen ernst nehmen. Viele meiner Patienten kenne ich beim Namen, und genau diese persönliche Ebene bedeutet mir viel.
Besonders wichtig ist mir auch eine ausführliche und ehrliche Aufklärung. Ich möchte niemanden einfach abfertigen, sondern verständlich erklären, was möglich ist und wo auch Grenzen liegen.
Gerade bei ästhetischen Behandlungen finde ich es wichtig, den Wünschen der Patienten realistisch zu begegnen. Ich mache nicht einfach alles, was gewünscht wird, wenn ich eine Behandlung für zu viel oder sogar gesundheitlich riskant halte.
Mein Ziel sind natürliche Ergebnisse. Deshalb gilt für mich oft: weniger ist mehr. Gute Hautqualität und ein natürliches Ergebnis entstehen nicht in einer einzigen Sitzung. Gerade wenn über viele Jahre wenig für die Haut getan wurde, braucht es Geduld und einen sinnvollen Behandlungsaufbau, statt zu viel auf einmal zu machen.
Akupunktur
Wann setzen Sie Akupunktur besonders häufig ein?
Mit Abstand am häufigsten setze ich Akupunktur bei Migränepatienten ein. Gerade hier kombiniere ich sie je nach Situation auch mit Neuraltherapie oder einer peptidbasierten Anwendung.
Darüber hinaus gibt es viele weitere Einsatzmöglichkeiten, zum Beispiel bei Schmerzen und Spannungskopfschmerzen sowie begleitend bei Schlafstörungen, Ängsten, Heuschnupfen, Tinnitus oder beim Wunsch nach Gewichtsreduktion.
Mir ist dabei wichtig zu sagen, dass Akupunktur kein Wundermittel ist. Ich schaue immer individuell, welche Auslöser eine Rolle spielen und was zusätzlich sinnvoll sein kann.
Bei Migräne bespreche ich zum Beispiel mögliche Trigger, Belastungen und ob Strategien zur Stressbewältigung helfen können, Auslöser zu reduzieren. Auch mögliche Nährstoffmängel können nach entsprechender Abklärung berücksichtigt werden, zum Beispiel im Hinblick auf Vitamin B2, Magnesium oder Coenzym Q10.
Auch bei einer gewünschten Gewichtsabnahme reicht es für mich nicht aus, nur Nadeln zu setzen. Dann gehört für mich immer dazu, die bisherige Ernährung anzuschauen und gemeinsam zu überlegen, was sinnvoll verändert werden kann.
Bei einer Akupunkturbehandlung empfehle ich in der Regel zunächst etwa zehn Sitzungen, häufig zweimal wöchentlich.
Was schätzen Ihre Patienten an dieser Behandlung?
Viele meiner Patienten schätzen, dass die erste Sitzung mit einer ausführlichen Anamnese beginnt und die Behandlung nicht nur auf einzelne Beschwerden reduziert wird.
Ich arbeite in der Regel mit einer Ganzkörperakupunktur und ergänze diese durch Ohrpunkte.
Mir ist wichtig, dass die Behandlung ohne Eile und in Ruhe stattfindet, damit der Patient sich entspannen kann. Zusätzlich setze ich Ohrsamen auf ausgewählte Ohrakupunkturpunkte. Diese bleiben dort und können von den Patienten bei Bedarf selbst stimuliert werden. So kann die Behandlung auch nach dem Termin in der Praxis noch weiter unterstützt werden.
Neuraltherapie
Wann empfehlen Sie diese Therapie?
Neuraltherapie setze ich besonders häufig bei Schmerzpatienten ein. Ein Bereich, bei dem ich sie sehr gerne nutze, ist Bruxismus.
Auch bei Nacken und Schulterbeschwerden, Rückenschmerzen oder anderen muskulären Schmerzzuständen kann sie je nach Befund sinnvoll sein.
In diesen Bereichen lässt sie sich außerdem gut mit kinesiologischem Taping oder Schröpftherapie kombinieren. Für mich entscheidet aber immer das individuelle Beschwerdebild und nicht allein die Diagnose.
Welche Erfahrungen haben Sie damit gemacht?
Ich habe damit sehr gute Erfahrungen gemacht. Besonders beeindruckend finde ich, dass Patienten zum Beispiel bei Myogelosen, die zu Rücken oder Nackenschmerzen führen können, teilweise schon wenige Minuten nach der Injektion eine direkte Veränderung wahrnehmen und von einer Linderung berichten.
Viele beschreiben dabei auch ein deutliches Wärmegefühl im behandelten Bereich.
Beim Bruxismus beobachte ich zum Beispiel häufig, dass sowohl der Masseter als auch der Temporalis kurz nach der Injektion deutlich weniger verhärtet wirken.
Für mich als Behandlerin ist dieses unmittelbare Feedback natürlich besonders schön. Trotzdem erkläre ich immer, dass eine einzelne Behandlung häufig nicht ausreicht und mehrere Sitzungen sinnvoll sind, um die Wirkung nachhaltig zu unterstützen.
Mein Weg zur Heilpraktikerin
Warum sind Sie Heilpraktikerin geworden?
Ich habe mich schon immer sehr für Medizin interessiert und medizinische Zusammenhänge fallen mir leicht, weil ich sie wirklich verstehen möchte.
Geprägt hat mich auch mein Vater, der selbst Mediziner ist und schon früh Schulmedizin mit alternativen Methoden kombiniert hat.
Dadurch habe ich gesehen, dass sich beide Bereiche nicht ausschließen, sondern sinnvoll ergänzen können. Wenn der eine an seine Grenzen stößt, gibt es im anderen oft noch Möglichkeiten, die man ausschöpfen kann.
Warum haben Sie sich für die Fachschule für Naturheilkunde in Duisburg entschieden?
Ich habe meine Ausbildung an der Fachschule für Naturheilkunde in Duisburg gemacht und besonders die Mischung aus Flexibilität und persönlichem Austausch geschätzt.
Man konnte zwischen Tages, Abend und Wochenendunterricht wählen und hatte zusätzlich Onlineangebote. Gleichzeitig kamen aber auch die praktischen Inhalte nicht zu kurz.
Sehr positiv fand ich auch die gemischten Gruppen. Am Anfang konnte man von den Erfahreneren lernen und später selbst den Neuen etwas erklären. Dadurch entstand ein schöner Austausch untereinander.
Was für mich aber besonders geblieben ist, ist die Betreuung über die Ausbildung hinaus. Herr Wesner und auch einige der Dozenten waren nach dem Abschluss weiterhin ansprechbar, haben bei der Praxisgründung unterstützt und stehen mir teilweise bis heute mit Rat und Tat zur Seite.
Für mich war es deshalb eine sehr gute Kombination aus Theorie, Praxis, Flexibilität und persönlicher Begleitung.
Was hat Ihnen den Einstieg erleichtert?
Schon in der Schulzeit habe ich mich sehr für Biologie und Chemie interessiert und Biologie auch im Abitur belegt.
Gerade biochemische Zusammenhänge begegnen einem in der Medizin immer wieder. Nach der Schule habe ich außerdem mein Latinum gemacht, was mir bei der medizinischen Terminologie sehr geholfen hat.
Anschließend habe ich einige Semester Humanmedizin und Zahnmedizin studiert. Dadurch war für mich vieles nicht völlig neu und ich konnte an bereits vorhandenes Wissen gut anknüpfen.
Welchen Rat geben Sie zukünftigen Heilpraktikern?
Am Anfang kann die Menge an Stoff schnell überwältigend wirken. Davon sollte man sich nicht entmutigen lassen, denn viele Zusammenhänge erschließen sich erst mit der Zeit.
Besonders hilfreich ist die medizinische Terminologie. Viele Begriffe wiederholen sich und aus dem Lateinischen kann man sich später Krankheiten oder Symptome oft schon herleiten.
Außerdem sollte man die Ausbildung ein bisschen wie Schule sehen. Als Dozentin habe ich oft gemerkt, dass manche erwarten, dass der Stoff nach dem Unterricht direkt sitzt.
Der eigentliche Lernprozess findet aber zu Hause statt. Die Fachschule gibt einem das Wissen und die Struktur an die Hand, festigen muss man es selbst.
Zum Schluss: Drei Fragen, drei Antworten
Mein wichtigster Rat
Nicht davon beirren lassen, wenn andere scheinbar schneller vorankommen.
In der Ausbildung sitzen ganz unterschiedliche Menschen zusammen, verschiedenen Alters und mit sehr unterschiedlichen Vorkenntnissen. Manche kommen bereits aus einem medizinischen Beruf, andere aus einem völlig anderen Bereich.
Wichtig ist, bei sich selbst zu bleiben, sich Zeit zu geben und sich nicht unnötig unter Druck zu setzen.
Gerade die Lernnachweise in der Fachschule fand ich dabei Gold wert. Auch wenn man das Gefühl hatte, dass noch nicht alles sitzt, sollte man unbedingt mitmachen. So bekommt man früh ein Gefühl für die spätere schriftliche Prüfung und kann gleichzeitig den eigenen Wissensstand überprüfen.
Meine liebste Behandlungsmethode
Die eine liebste Behandlungsmethode habe ich eigentlich nicht.
Am meisten mag ich Kombinationsbehandlungen, weil ich damit persönlich oft die besten Erfahrungen gemacht habe.
Bei Migräne kann das zum Beispiel Akupunktur in Kombination mit Neuraltherapie oder Schröpfen sein, je nach Beschwerdebild auch ergänzt durch weitere Anwendungen.
Gerade dieses breite Behandlungsspektrum macht mir Spaß. Man hat viele Möglichkeiten und kann die Behandlung individuell auf die Beschwerden des Patienten abstimmen.
Darauf bin ich besonders stolz
Besonders stolz bin ich darauf, mir meine eigene Praxis aufgebaut zu haben und darauf, wie meine Patienten mich und meine Arbeit wahrnehmen.
Ich bekomme sehr viel positives Feedback, vor allem dafür, dass ich mir unabhängig von der Behandlung viel Zeit nehme und wirklich zuhöre.
Dass viele Patienten wiederkommen, mich weiterempfehlen und sich dieses Vertrauen auch in den vielen positiven Rezensionen widerspiegelt, bedeutet mir sehr viel. Darauf bin ich wirklich stolz.
