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GRUNDSTUFE
Was ist autogenes Training ?
Das autogene Training ist ein didaktisch klar gegliedertes Verfahren zur„konzentrativen Selbstentspannung". Es wurde in den 20er Jahren aus systematischen Beobachtungen an hypnotisierten Patienten von dem Nervenarzt I.H. Schultz entwickelt, basiert aber im Gegensatz zur Hypnose ausschließlich auf Auto- Suggestionen. Das grundlegende Werk von J. H. Schultz aus dem Jahre 1932 trägt dann den Titel: Das autogene Training. Konzentrative Selbstentspannung. Innerhalb der Grundstufe lässt sich mit den Komponenten der Schwere- und Wärmewahrnehmung nach mehrwöchigem Training eine psychovegetative („organismische") Gesamtumschaltung erreichen. Zusätzliche Komponenten (Organübungen) vertiefen die Körperwahrnehmung. Formelhafte Vorsatzbildungen bereichern die therapeutische Arbeit. Die Oberstufe des autogenen Trainings basiert auf Imaginationen, die in der selbstinduzierten Trance systematisch „eingestellt" werden. Dann ist autogenes Training indes mehr als Entspannung. Im Sinne einer Stabilisierung und Umschaltung des Vegetativums werden die unwillkürlichen Körperreaktionen beeinflusst und die parasympathischen Reaktionen gefördert. Die Anwendung der erlernten Übungen ermöglichen eine raschere Entspannung in Stresssituationen.
Durchführung
Autogenes Training wird zumeist in kleinen Gruppen in 1–2 wöchentlichen Sitzungen während einer Dauer von 6–10 Wochen vermittelt. Jede Übung mit ihren verschiedenen Komponenten (z.B. „Schwere" und „Wärme" und z.B. „Atemwahrnehmung") dauert insgesamt 3–5 Minuten und wird im Sitzen (ggf. auch im Liegen) bei geschlossenen Augen durchgeführt. Während des praktischen Trainings schweigt der Therapeut. Die Übenden konzentrieren sich anfangs auf die Wahrnehmung ihres Gebrauchsarms mit der Leitvorstellung „mein Arm ist schwer". Sofern 2–3mal täglich zuhause geübt wird, generalisiert die Schwereempfindung auf Arme und Beine, und Wärmeempfindungen werden zusätzlich angesprochen („Arme und Beine sind schwer – Arme und Beine sind warm – ich bin ganz ruhig"). Wenn zuweilen Wärmeempfindungen vor oder zugleich mit der Schwere realisiert werden, wird die individuelle Ausgestaltung der Übung den Empfindungen angepasst. Jede tagsüber durchgeführte Übung wird intensiv zurückgenommen („Dynamisierung"). Die Übungsformeln können fortschreitend schlagwortartig verkürzt werden („Ruhe-Schwere-Wärme"). Durch die passiv-gelassene Konzentration („was geschieht, ist gut") auf entspannungsgekoppelte Vorgänge, automatisiert und intensiviert sich schon bei diesen „psychotherapeutischen Grundübungen" die Entspannung. Zusätzlich können weitere Komponenten (Organübungen) trainiert werden: Rhythmisch ablaufende Körpervorgänge (Herzschlag, Atmung), ein strömendes Wärmegefühl im Bauchraum (Sonnengeflecht) und eine angenehme Kühle der Stirn werden passiv gelassen fokussiert. Weiterhin kann der Übende dazu angeleitet werden, „formelhafte Vorsatzbildungen" i.S.v. persönlichen Leitsätzen zu bilden, die auf Symptomreduktion oder Persönlichkeitsreifung abzielen und bei therapeutischem Vorgehen im Rahmen umfassender Behandlungspläne besonders wichtig sind.
Die Übungsformeln werden 4-6x wiederholt "Ich bin ganz ruhig" wird 1-2x wiederholt jeweils aber zwischen den anderen Übungsformeln noch einmal wiederholt).
Beginn mit der Autosuggestion "ich bin ganz ruhig", „was geschieht, ist gut"
- "Mein rechter (linker) Arm ist ganz schwer"; und später; "Meine Arme und Beine sind angenehm schwer";.
- "Mein rechter (linker) Arm ist ganz warm"; und später; "Mein Körper ist angenehm warm" oder "Die Wärme fließt in meine Arme und Beine";
- "Mein Herz geht regelmäßig und ruhig” und später ”Mein Herz geht ganz automatisch, von ganz alleine". ”Mein Atem geht ganz ruhig” und später ”Mein Atem geht von ganz alleine - Es atmet mich”.
- ”Mein Sonnengeflecht ist strömend warm” und später ”Die Wärme meines Sonnengeflechts strahlt direkt z.B. in mein Herz/ meinen Bauch/ Oder einfach "Mir wird angenehm warm im Bauch"
- ”Meine Stirn ist angenehm kühl” und später ”Mein Kopf ist frei und klar”.
Termine und Kosten inklusive Prüfung,
Zulassungsukunde und Aufnahme In die Therapeutenliste EVN
| Sonntag, den |
27.04.2008 |
10.00 – 17.00 Uhr |
| Sonntag, den |
04.05.2008 |
10.00 – 15.00 Uhr |
| Sonntag, den |
18.05.2008 |
10.00 – 15.00 Uhr |
| Sonntag, den |
25.05.2008 |
10.00 – 15.00 Uhr |
| Sonntag, den |
22.06.2008 |
ab 10.00 Prüfung |
Kosten: Mitglieder 300 €, Sonstige 350 €
Jeweils 50€ bei Anmeldung und 3 monatl. Teilbeträge zu je 83,33 € (100€)
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